Was ist eine berufliche Grundbildung?
Unter dem Begriff "berufliche Grundbildung" versteht man eine Berufsbildung, die in der Regel
an die obligatorische Schulzeit anschliesst. Wer eine berufliche Grundbildung durchläuft, lernt
alles Wichtige für eine Tätigkeit in einem Beruf. Je nach Dauer und Inhalt wird die berufliche
Grundbildung mit einem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis EFZ oder mit einem eidgenössischen
Berufsattest EBA abgeschlossen.

Was ist eine berufliche Grundbildung mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis?
Die berufliche Grundbildung mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis dauert drei oder vier Jahre.
Der Abschluss ist eidgenössisch anerkannt und weist aus, dass die Absolventin oder der Absolvent
die auf dem Arbeitsmarkt geforderten Voraussetzungen zur Ausübung eines Berufs mitbringt.

Wer kann eine berufliche Grundbildung mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis absolvieren?
Wer die obligatorische Schulzeit durchlaufen hat und mindestens fünfzehn Jahre alt ist, kann
sich für eine Lehrstelle für eine drei- oder vierjährige berufliche Grundbildung bewerben.
Voraussetzung für den Beginn der Bildung ist der Abschluss eines Lehrvertrags.

Wo findet die Bildung statt?
Die Bildung findet an den drei Lernorten Lehrbetrieb, Berufsfachschule und überbetrieblicher
Kurs statt. Die Leistungsziele, die Bildungsinhalte und deren Aufteilung auf die Lernorte sind in
den Bildungsverordnungen für die einzelnen Berufe respektive im jeweiligen Bildungsplan festgelegt.
Die Verantwortlichen der drei Lernorte stimmen die Bildungsplanung gegenseitig ab.

Welche Rolle spielt der Lehrbetrieb?
Der Lehrbetrieb bildet die lernende Person in der beruflichen Praxis aus. Zu diesem Zweck schliessen
beide Parteien vor Beginn der beruflichen Grundbildung einen schriftlichen Lehrvertrag ab,
der vom kantonalen Berufsbildungsamt genehmigt werden muss.